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Messier 83 - die "Feuerradgalaxie" im Sternbild Wasserschlange
 

 
Objektbeschreibung:

Messier 83 ist die Zentralgalaxie der so genannten M83 Galaxiengruppe. Sie ist eine der lokalen Gruppe benachbarte Galaxiengruppe, die sich über die Sternbilder Wasserschlange (Hydra), Zentaur (Centaurus) und den Südteil der Jungfrau (Virgo) erstreckt. Die M83 Gruppe ist eine Untergruppe einer größeren Galaxiengruppe, die Zentralgalaxie der zweiten Untergruppe ist NGC 5128 - Centaurus A, eine große "Starburst-Galaxie" und eine der stärksten Radioquellen am Himmel. Die beiden Gruppen stehen sich physisch nahe und scheinen sich relativ nicht zueinander zu bewegen, weshalb sie auch oft als eine einzige, größere Galaxiengruppe Gruppe betrachtet wird.

Messier 83 steht in einer Entfernung von etwa 15 Millionen Lichtjahren zum Sonnensystem im Sternbild Hydra (Wasserschlange). Mit rund 50.000 Lichtjahren Durchmesser ist sie nur halb so groß wie die Milchstraße, unserer Galaxie ansonsten aber sehr ähnlich. Sie hat eine deutlich sichtbare Spiralstruktur mit ausgeprägten H-II Regionen und vielen offenen Sternhaufen und einen zentralen Balken aus alten Sternen und wird als so genannte Zwischenspirale - zwischen normaler Spiralgalaxie und Balkenspirale - klassifiziert. In M83 treten gehäuft Supernovaexplosionen auf, allein 6 im letzten Jahrhundert.

Messier 83 war die erste Galaxie, die außerhalb der Lokalen Gruppe entdeckt wurde, und die dritte aller Galaxien, nach der Andromeda-Galaxie (M31) und M32, die beide im Sternbild Andromeda liegen. M83 wurde 1751 von Nicolas Louis de Lacaille entdeckt.
Das Hubble-Bild links demonstriert deutlich die Herkunft des Eigennamen "Feuerradgalaxie" und zeigt Hunderttausende von Einzelsternen, Tausende von Sternhaufen und Hunderte von Supernova-Überresten in der Spiralgalaxie M83.

Die neuesten Generationen von Sternen in M83 bilden sich größtenteils in Haufen an den Rändern der dunklen, spiralförmigen Staubbahnen. Diese brillanten, jungen Sterngruppen sind nur wenige Millionen Jahre alt und produzieren riesige Mengen an ultraviolettem Licht. Dieses Licht wird von den umgebenden diffusen Gaswolken absorbiert und lässt sie in rosafarbenem Wasserstofflicht glühen.


« credit: NASA, ESA, and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA).

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