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Messier 78, NGC 2071 und NGC 2112
 

 
Kurze Objektbeschreibung:

Unser Weitwinkelbild zeigt im Zentrum Messier 78. Es ist ein Komplex von Reflexionsnebeln, eingebettet in die große Dunkelwolke Barnard 33 (LDN 1624). Das Objekt liegt im Sternbild Orion und ist ca. 1600 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt. Entdeckt wurde M 78 von Pierre Mechain im März 1780.

Während bei Emissionsnebeln durch Ionisation energiereicher Sterne Gaswolken zum leuchten angeregt werden, reflektieren die Gasmassen bei Reflexionsnebeln nur das Licht heller Sterne. Messier 78 ist einer der hellsten Reflexionsnebel am Himmel und kann bereits mit kleineren Teleskopen in dunkler Umgebung beobachtet werden.

Die beiden hellen Sterne HD 38563 A und HD 38563 B erzeugen einen Hauptteil des Lichts, welches die Reflexionsnebel beleuchten. Der Nebel beherbergt aber noch viele weitere Sterne, unter anderem eine Ansammlung von 45 massearmen, jungen Sternen, so genannten T-Tauri-Sternen, die weniger als 10 Millionen Jahre alt sind und sich hinter den Staubwolken verbergen.

 
« Das Bild links zeigt den Kernbereich von Messier 78, aufgenommenmit dem MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La-Silla-Observatorium in Chile. Credit: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Messier_78.jpg




Unser Weitwinkelbild zeigt neben M78 links einen Teil von Barnards Loop, einer ausgedehnten, rot leuchtenden, H-II Region. Sie liegt ca. 1600 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt und somit in etwa gleich weit wie Messier 78.

Etwa in Höhe von M78 (links im Bild) liegt der offene Sternhaufen NGC 2112. Mit einer Entfernung von ca. 2800 Lichjahren liegt er räumlich hinter der H-II Region von Barnards Loop. Er wurde am 1. Januar 1786 von William Herschel entdeckt.

Die beiden hellen Sterne rechts unten im Bild sind Alnitak (links) und Alnila, zwei der 3 Gürtelsterne des Sternbilds Orion. Das Nebelgebiet links von Alnitak ist NGC 2024. NGC 2024 ist eine Mischung aus Emissions-, Reflexions- und Dunkelnebel und liegt auch 1600 Lichtjahre entfernt. Er wurde am 1. Januar 1786 von Friedrich Wilhelm Herschel, dem Vater von William Herschel, entdeckt.

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